Mittagsbetreuung

Datei-Download im PDF-Format: Konzept_Mittagsbetreuung.pdf

Haupt- und Realschule Birstein – Pädagogische Mittagsbetreuung – Konzept

 1.       Steuerung der Schule

Das vorliegende Konzept ist aufgrund der zurückliegenden Erfahrungen einerseits an den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler unserer Schule und andererseits an den gegebenen Möglichkeiten im schulischen Umfeld orientiert.

Deswegen muss ein solches Konzept aber auch flexibel auf Veränderungen reagieren (Schülerorientierung) und darf nicht zu einem starren Korsett werden.

Das Konzept der pädagogischen Mittagsbetreuung wurde von der Steuergruppe „Mittagsbetreuung“ in Zusammenarbeit mit der Schulleitung entwickelt. Es ist im Schulprogramm verankert. In regelmäßigen Abständen wird das Konzept evaluiert und ggf. weiterentwickelt. Dazu trifft sich die Steuergruppe „Mittagsbetreuung“ je nach Bedarf, jedoch mindestens einmal pro Halbjahr. Federführung hierbei hat die Ganztagskoordinatorin, die die Steuergruppe leitet, und – in regelmäßiger Absprache mit dem Schulleiter – die Pädagogische Mittagsbetreuung organisiert.

 2.       Unterricht und Angebote

Der Unterricht und die Angebote richten sich nach den der Schule zur Verfügung stehenden Ressourcen. Hierbei wird darauf geachtet, ein möglichst umfassendes Angebot zu gewährleisten. Das Angebot findet in folgenden Bereichen statt:

  • Angebote im musikalischen Bereich:
    Während Schulen mit großer Jahrgangsbreite konzeptionell Themenklassen bilden können, müssen kleinere Schulen wie die Haupt- und Realschule Birstein Neigungen und Stärken von Schülern auf andere Weise fördern.
    Hierzu existieren bereits eine Instrumental- und Gesangsgruppe (Schulband) und ein Chor.
  • Angebote im kreativen Bereich:
    Im kreativen Bereich bestehen ein Kreativkurs (Kunstkurs) und ein Schachkurs. Darüberhinaus wird Nähen und Häkeln angeboten.  Außerdem gibt es eine Gruppe „Englisches Theater“.
  • Angebote im sportlichen Bereich:
    An der Haupt- und Realschule Birstein werden zwei Fußballkurse angeboten (Jg.5 – 7, und 8 – 9), die sehr stark frequentiert werden. Im Schuljahr 2013/14 wird außerdem eine Basketball-AG für die Klassen 5 – 7 angeboten werden.
  • Angebote im Bereich Medienerziehung:
    Sowohl die Homepage-AG zur Betreuung der Schulhomepage als auch die Bibliotheks-AG bleiben weiterhin fester Bestandteil des Nachmittagsangebots. Zu Dokumentationszwecken soll in diesem Bereich noch eine Film- und Videoschnitt-AG eingerichtet werden.
  • Förderunterricht:
    Im Bereich Deutsch (LRS) werden zwei Förderkurse angeboten, in denen Schülerinnen und Schüler mit Defiziten in der Rechtschreibung gezielt in Kleingruppen gefördert werden könnten. Darüber hinaus bietet die Haupt- und Realschule Birstein seit zwei Jahren eine Förderung von Schülerinnen und Schülern an, die Spaß und Interesse an Fremdsprachen haben. In zwei Kursen, der „Conversation Class“ und dem „DELF-Kurs“ werden sie auf den Erwerb außerschulischer Fremdsprachenzertifikate dem „Cambridge Certificate“ in Englisch und dem „DELF“-Diplom in Französisch vorbereitet.
  • Hausaufgabenbetreuung:
    An drei Nachmittagen findet an der Haupt- und Realschule Birstein eine qualifizierte Hausaufgabenbetreuung statt.
  • Schulbibliothek:
    Im Rahmen von „freier Arbeit“ am Nachmittag soll die Bibliothek, die auch über PC-Arbeitsplätze verfügt, zum eigenständigen Lernen dienen und zur Leseförderung genutzt werden.

Bei der Organisation des Angebotes wird von Seiten der Schulleitung darauf geachtet, dass an Tagen, an denen z.B. das sprachliche Angebot für die höheren Klassen (DELF, Conversation Class) liegt, kein Nachmittagsunterricht stattfindet, so dass alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, an diesem Angebot teilzunehmen.

 3.       Schulkultur, Lern- und Aufgabenkultur

Die Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Realschule werden dazu angehalten, sich an die bestehenden Regeln zu halten und aufeinander Rücksicht zu nehmen. Das soziale Miteinander und das gegenseitige Unterstützen ist hierbei von großer Bedeutung. Daher soll auch versucht werden, ältere Schüler z.B. in die Hausaufgabenbetreuung mit einzubeziehen, um soziale Kompetenzen zu stärken. Die Aufgaben sollen an das individuelle Leistungsniveau der Schüler angepasst werden. So werden den Schülerinnen und Schülern z.B. in den LRS-Kursen differenzierte, kompetenzorientierte Aufgaben zur Verfügung gestellt. Auch in den sprachlichen Förderkursen werden die Schülerinnen und Schüler individuell, ihrem jeweiligen Leistungsstand entsprechend, gefördert.

Derzeit entwickelt eine auf Wunsch des Kollegiums neu ins Leben gerufene Steuergruppe „Hausaufgaben“ ein Konzept, das eine kompetenzorientierte und differenzierte Erledigung und Bewertung der Hausaufgaben zum Ziel hat.

 4.       Kooperation

Eine regelmäßige Zusammenarbeit mit Vereinen scheitert zumeist an mangelnden personellen Ressourcen derselben. Das DRK bietet regelmäßig Kurse für die Sanitätsschüler der Schule an, in denen diese geschult werden. Da diese Termine nach Absprache erfolgen – jedoch in regelmäßgen Abständen mindestens 1x/Monat stattfinden – sind sie nicht in der Übersicht aufgeführt.

Im pädagogischen Bereich strebt die Haupt- und Realschule Birstein eine Zusammenarbeit mit der Haidefeldschule Hettersroth an. Diese soll im Schuljahr 2014/15 beginnen (sofern bis dahin die Cafeteria fertig gestellt ist). Zunächst soll ein gemeinsamer Kurs für die Vorbereitung auf die Hauptschulabschlussprüfung für Schülerinnen und Schüler beider Schulen angeboten werden. Dieser Kurs soll für ausgewählte Schülerinnen und Schüler der Haidefeldschule angeboten werden. Den Hauptschülern der HRB steht es frei, am Kurs teilzunehmen, wobei für diejenigen Schülerinnen und Schüler, bei denen das Erreichen des Klassenzieles gefährdet ist, der Kurs verpflichtend sein wird (dies legt der jeweilige Fachlehrer fest).

 

Gezielte Förderungen von lernschwächeren Schülerinnen und Schülern wird auf Klassenkonferenzen besprochen. Diese Schülerinnen und Schüler besuchen dann – je nach ihren Bedürfnissen, die in den jeweiligen Förderplänen und nach Rücksprache mit den Eltern und Schülern dokumentiert sind – Förderkurse der Schule (LRS oder gezielte Hausaufgabenbetreuung).

 

Die Ganztagskoordinatorin führt Gespräche mit den außerschulischen Mitarbeitern im Ganztagsbereich, um die angebotenen Kurse zu evaluieren und ggf. weiterzuentwickeln. Neue Impulse und Ideen werden aufgenommen und versucht in das bestehende Konzept zu integrieren.

 5.       Partizipation von Schülern und Eltern

Der Haupt- und Realschule Birstein liegt die Partizipation von Schülern und Eltern sehr am Herzen. Impulse von außen (von Seiten der Eltern) und von innen (von den Schülerinnen und Schülern) werden gerne aufgenommen und – wenn möglich – realisiert. So können wir auf Wunsch der Schülerinnen und Schüler einen Fußballkurs für die höheren Jahrgänge anbieten. Durch die Partizipation von Eltern ist es uns gelungen, einen Erste-Hilfe-Kurs und eine Schulsanitätsgruppe ins Leben zu rufen. Auch bei der Organisation von besonderen Veranstaltungen engagieren sich die Eltern. Vertreter der Schüler und Eltern werden auch regelmäßig zur Partizipation an pädagogischen Tagen und Steuergruppensitzungen, an denen es um die Gestaltung/Weiterentwicklung pädagogischer Konzepte, insbesondere den Ausbau der Pädagogischen Mittagsbetreuung geht, eingeladen.

 6.       Schulzeit und Rhythmisierung

Über 80% der Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Realschule Birstein sind Fahrschüler. Viele kommen erst wenige Minuten vor Unterrichtsbeginn. Wenn die räumlichen Ressourcen gegeben sind (nach Fertigstellung der Cafeteria) ist eine Ausweitung auf einen offenen Anfang angedacht. Durch die geplante Kooperation mit der Haidefeldschule wird von der strikten 45 Minuten-Schulstunden-Regelung abgewichen und ein offeneres Rhythmisierungskonzept entwickelt.

 

Im Vormittagsbereich wird derzeit bereits versucht, in der 3. und 4. Stunde eine Doppelstunde zu realisieren, so dass die entsprechende Lehrkraft den Rhythmus selbst bestimmen kann.

 7.       Raum- und Ausstattungskonzept

Derzeit verfügt die Haupt- und Realschule Birstein über diverse Fachräume. Im Moment hat die Schule jedoch keinen geeigneten Essensraum. Aktuell wird die Aula als Essensraum genutzt, die jedoch dann zu dieser Zeit nicht anderweitig genutzt werden kann. Mit dem geplanten Bau einer Cafeteria wird dieses Problem wegfallen. Dann wird es auch noch einen Zusatzraum für Förderangebote geben.

 8.       Pausen- und Mittagskonzept

  • Mittagstisch:
    Der Fachbereich Arbeitslehre entwickelte das Konzept „Schüler kochen für Schüler“ im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts der Jahrgangsstufen 9 und 10. Unter Einbeziehung des Kreisgesundheitsamts und Berücksichtigung der Hygienerichtlinien werden mittlerweile bis zu 50 Essensportionen an jeweils drei Tagen (Montag bis Mittwoch) zubereitet, an die Schülerinnen und Schüler ausgegeben und im Anschluss Geschirr und Schulküche gereinigt. Diese Teilnehmerzahl entspricht ca. 60% der mittagsbetreuten Kinder. Durch kostengünstige Planung kostet eine Mahlzeit (Essen, Getränk, Nachtisch) zurzeit 3,00 €.
    Es muss allerdings erwähnt werden, dass bei dieser Portionenzahl die Grenze des Machbaren erreicht wird.
  • Mittagspause, Aufsicht:
    In der Mittagspause von 13.15 Uhr bis 14.10 Uhr besteht neben der Teilnahme am gemeinsamen Mittagessen die Möglichkeit, unter Aufsicht Hausaufgaben anzufertigen. Die Beaufsichtigung durch anwesende Lehrerinnen und Lehrer ist dabei sichergestellt.
    Da auch viele Lehrerinnen und Lehrer am Mittagstisch teilnehmen, ist immer eine entsprechende Beaufsichtigung gewährleistet.

In der Mittagspause können sich die Schülerinnen und Schüler auf dem Schulhof frei bewegen. Dort gibt es einen Basketballkorb und die Möglichkeit mit diversen schuleigenen Spielgeräten (Softbälle, Frisbees) zu spielen. Dies wird von den Schülerinnen und Schülern gerne genutzt und der aufsichtsführenden Lehrkraft überwacht.

 

Andrea Lange

Konrektorin

August 2013

   
© ALLROUNDER